Coronavirus

Coronavirus im Umgang mit Hunden

Gerade zum Thema Coronavirus und dem Zusammenleben mit Haustieren gibt es diverse Fragen, die manche Hundehalter sehr verunsichern. Aus aktuellem Anlass, da sich auch bei mir die Fragen häufen, will ich versuchen, die häufigsten Fragen hier zu beantworten.

Bei dem Coronavirus SARS-CoV-2 , der im Dezember in China zum Ausbruch der Corona-Pandemie COVID-19 geführt hat, handelt es sich um einen humanen Virus, der von Mensch zu Mensch hauptsächlich über Tröpfcheninfektion übertragen wird und eine Lungeninfektion auslöst.  Auch wenn aus einem tierischen Reservoir mutiert ist, wird dabei von exotischen Wildtieren ausgegangen, die in China auf dem Markt zum menschlichen Verzehr gehandelt werden. 

Coronavirus bei Hunden ?

Hunde sind schon immer von Coronaviren bedroht gewesen, besonders Welpen und Jungtiere sind gefährdet. Bei Hunden handelt es sich aber fast ausschließlich um ein ganz anderes Virus genannt CECoV (Canines Enterales Coronavirus) der Spezies Alphacoronavirus 1. Dieses verursacht bei unseren Vierbeinern schwere Darmerkrankungen ähnlich dem Parvovirus. Auch Katzen können unter einem Felinen Coronavirus leiden. Eine Übertragung findet hier zumeist über Kot von Tier zu Tier statt. Dieses Virus ist nicht auf Menschen übertragbar.

Ansteckungsgfahr ?

Bis jetzt wurde nur bei einem Hund in China das SARS-CoV-2 Virus nachgewiesen, wobei man in dem Fall davon ausgehen muss, dass dieser von seinen Menschen infiziert wurde bzw. von der gleichen Ursprungsquelle, die die Menschen in China infizierte. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass eine Ansteckungsgefahr von unseren Haustieren wie Katzen oder Hunde auf uns Menschen besteht. Es ist daher völlig unüberlegt und dumm, und kann nur uninformierten Panikgedanken entspringen, dass im Moment ein gewaltiger Anstieg an Abgabehunden zu verzeichnen ist. Bitte verlassen Sie ihre Hunde nicht, die Krise geht vorbei, nehmen Sie die Ansteckungsgefahren unter Menschen ernst, aber verfallen Sie nicht in Panik.

Darf ich bei Quarantäne oder Ausgangssperre noch mit meinem Hund Gassi gehen?

Die Ausgangssperre, die z.B. hier in Spanien ausgerufen wurde, dient dazu, dass soziale Kontakte auf ein Minimum beschränkt werden sollen und die Menschen soweit möglich zu Hause bleiben, um die Verbreitung einzudämmen. Danach sind also alle unnötigen Unternehmungen außerhalb des Haushaltes nicht gestattet, wie z.B. auch Spaziergänge am Strand. Dennoch muss ein Hund mehrfach täglich austreten, und dafür darf man den Hund Gassi führen, aber eben allein und ohne Begleitung, und natürlich keine ausgiebigen Spaziergänge mehr mit ihm unternehmen.

Anders ist es bei Quarantäne, die über infizierte Personen verhängt wurde. Diese dürfen eben nicht mehr das Haus oder die Wohnung verlassen, auch nicht um den Hund Gassi zu führen. Hier muss man Nachbarn, Freunde oder sogar professionelle Petwalker bitten, mehrmals täglich diese Aufgabe zu übernehmen oder ihn für die Zeit der Quarantäne an Verwandte oder eine Hundepension übergeben. Hier ist die viel berufene Solidarität der Mitmenschen gefordert. Die Übernahme kann mit körperlichem Abstand zum Besitzer erfolgen indem man nur die Leine übernimmt und die allgemein empfohlenen Hygienemaßnahmen beachtet.

Passen Sie auf sich auf. Halten Sie sich informiert auf offiziellen Kanälen wie auf der Seite des Robert Koch Institut und lassen Sie sich nicht durch Fake-News verunsichern.

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Themenkomplex Coronavirus und Haustiere haben, fragen Sie Ihren Tierarzt oder stellen Sie diese bitte in der Kommentarfunktion. Ich will gern versuchen, diese zu beantworten.

Bildnachweis: by TPHeinz from Pixabay

2 Kommentare

  1. Hallo,
    wie sieht es aus wenn ein Corona-Infizierter einen Hund hat, und ein gesunder Mensch mit dem Hund Gassi geht. Können die Viren auf Hundefell überleben und durch Streicheln des Hundes weiter gegeben werden?
    Bleiben Sie gesund!

    1. Hallo Ilka,
      es gibt bis jetzt keinen Hinweis darauf, dass Hunde den Virus mit sich tragen könnten, zumal dieser an Fell nicht lange haften oder an der Luft überleben würde. Dennoch empfiehlt sich, die generell empfohlenen Hygienemaßnahmen zu befolgen. Auch wenn man z.B. Hunde von durchaus noch gesunden aber Personen von Risikogruppen (Alter, Vorerkrankung) ausführt, damit diese das Haus nicht verlassen müssen. Ich selbst rate eben den Hund mit Leine (Sicherheitsabstand zur Person einhalten) zu übernehmen, wer mag sogar mit Handschuhen. Man kann den Hund ruhig streicheln und mit den Händen herzen, vielleicht zur Sicherheit keine Küsschen verteilen, und nach der Rückgabe Gummihandschuhe entsorgen und/oder Hände gründlich waschen.
      Bleiben Sie und Ihre Hunde gesund!
      Ihre Angelika Henning

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