Filarien PCR positiv – was nun?

Wenn eine Filarien PCR positiv ausfällt, dann bedeutet es nicht zwangsweise, dass es sich um eine Infektion mit den gefährlichen Herzwürmern handelt (Dirofilaria immitis).

Denn so wie es verschiedene Testverfahren auf Filarien gibt, so gibt es auch sehr viele verschiedene Filarienarten (Fadenwürmer).  So werden bei einer PCR auf Filarien z.B. bei Laboklin folgende Erreger identifiziert:

  • Dirofilaria immitis (Herzwurm),
  • Dirofilaria repens (Hautwurm),
  • Dipetalonema (Acanthocheilonema) reconditum,
  • Dipetalonema (A.) dracunculoides.

Ein Ergebnis könnte wie folgt aussehen:  Filarien PCR : positiv       geringer – mittlerer – hoher Befall


In jedem Fall ist es wichtig, aufgrund dieses Befundes zuerst einmal eine Differenzierung der Filarienart beim Labor in Auftrag zu geben. Denn neben der gefährlichen Filarienart D. immitis sind die 3 anderen wesentlich weniger pathogen und leichter zu behandeln.

Gerade in letzter Zeit häufen sich die Nachweise auf Dipetalonema (A.) reconditum, welcher sich im Bindegewebe aufhält, kaum Symptome auslöst und daher eher als apathogen gilt. Früher riet man daher gar zu keiner Therapie.
Mit einem monatlich verabreichten Antihelmitikum wie Milbemax oder Advocate über einige Zeit entsprechend der Höhe des Befalls ist diese Art jedoch leicht zu behandeln.

Sollte tatsächlich ein Nachweis auf Dirofilaria immitis (Herzwurm) erfolgen, so sind weitere Tests nötig. Beim Knott-Test oder auch durch PCR werden die Mikrofilarien nachgewiesen, ein AG-Nachweis liefert den Befund auf adulte Makrofilarien.

Bildnachweis: Alan R Walker , CC BY-SA 3.0, via wikicommons

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