Hebron Farmaceutica, Brasilien

Bald neues Medikament gegen Leishmaniose ?

Quelle: folhape.com.br News Brasilien vom 24.8.2017

Für ein neues Medikament zur Behandlung der humanen Leishmaniose soll die Phase der klinischen Studien zwischen Oktober und November 2017 beginnen. Das Produkt wird entwickelt von Hebron Farmacêutica, Caruaru, Brasilien, die Zusammensetzung soll noch geheim sein. Der Koordinator der Studien, Jan Carlo Delorenzi, weist jedoch darauf hin, dass es sich um ein völlig innovatives Medikament handelt mit einer Substanz, die bisher noch nie experimentiert wurde. Vorläufige Ergebnisse bei der Verwendung des Produkts in Tiermodellen wiesen wohl eine zehnmal höhere Wirksamkeit aus in Bezug auf Glucantime.
Delorenzi studiert diese neue Therapie gegen die Krankheit seit ca. 15 Jahren. Präklinische Tests im Labor haben ermutigende Ergebnisse gezeigt. Die Antworten waren auch positiv in einer ersten fokalen Gruppe von Menschen. „Dieses Produkt, das wir entwickeln, ist eine mündliche Präsentation und verbessert den Komfort. Die Erstprüfung an gesunden Menschen brachte keine Nebenwirkungen. Und in tierexperimentellen Studien war es zehnmal effektiver. Wir sind jetzt sehr gespannt und erwarten, dass das Produkt mindestens zwei Mal wirksamer sein wird, als die bereits auf dem Markt befindlichen“, sagte er. Die bisher erzielten Ergebnisse wurden auf drei internationalen Kongressen präsentiert. „Sobald der Zeitpunkt naht, wird eine größere Gruppe von Menschen mit dem Produkt in der nördlichen Region von Brasilien ausgewertet werden, wo die Inzidenz der Erkrankung am höchsten im Land ist.“ Der Forscher glaubt, dass, wenn alles gut geht, das Medikament bereits bis zum Jahr 2020 zugelassen wird. “

Was haben nun unsere Hunde davon?

Erst mal leider gar nichts, denn das Medikament wird scheinbar entwickelt gegen die in Brasilien und weiteren Südamerikanischen Ländern vorkommende kutane Form der Leishmaniose (siehe die von mir gefundene Studienanmeldung). Inwieweit das Medikament auch bei caniner viszeraler Leishmaniose hilft, wann es dann nach Europa kommt, und wann es dann für den veterinärmedizinischen Bereich freigegeben wird, bleibt abzuwarten.
>>> https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT03084952

Bildnachweis: Darko Stojanovic – pixabay

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