Artemisia annua

Artemisia annua

Einjähriger Beifuß in der Behandlung der Leishmaniose nach Dra. Rosa Tejada Rascón

Bei dem aus der Pflanze isolierten Artemisinin handelt es sich um einen sekundären Pflanzenstoff, chemisch ein Sesquiterpen, der in den Blättern und Blüten des Einjährigen Beifußes (Artemisia annua) vorkommt. Er wird weltweit zur Behandlung von Infektionen mit multiresistenten Stämmen des Erregers der Malaria tropica eingesetzt und von der WHO hierfür empfohlen.

Auch wurde eine wachstumshemmende Wirkung auf verschiedene Tumorzellen nachgewiesen. Darüber hinaus hat sein ätherisches Öl eine antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung. So werden die Flavonoide von A. annua mit positiven immunmodulatorischen Aktivitäten bei Patienten in Verbindung gebracht, die von parasitären und chronischen Krankheiten betroffen sind.

Inzwischen ist durch verschiedene Studien eine mittlere leishmanizide Wirkung auf die Erreger des Leishmania donovani Komplexes belegt, zu dem auch L. infantum zählt, der Erreger der viszeralen Leishmaniose beim Hund. So besteht die Wirkung des Artemisinin wohl in der Induktion von oxidativem Stress in den Zellen der Leishmanien, was ihr Wachstum hemmt und die Apoptose fördert.

Bis jetzt gab es diverse Studien in vitro, und an Mäusen, Hamstern und Menschen. Doch für uns stellt sich die Frage, der Anwendung und Dosierung beim Hund und in wieweit man herkömmliche Arzneimittel mit A. annua ergänzen oder potenzieren kann, und ob es sich auch zur Prophylaxe eignet.

Leider fand man hierzu bis vor kurzem keinerlei Literatur.

Daher nahm sich die Tierärztin Dra. Rosa Tejada Rascón, Clinica Veterinaria, Ciudad Real (Spanien) dem Thema an. Über ihre Erkenntnisse hielt sie einen Vortrag auf dem XI. Phytotherapie-Kongress Ciudad de Oviedo (April 2018) unter dem Titel

Artemisia annua L., un aliado contra la leishmaniosis [1]

In dieser Arbeit werden vier klinische Fälle von Leishmaniose bei Hunden vorgestellt, die mit Präparaten auf der Basis von Artemisia annua behandelt wurden. In ihnen wurden solche Präparate als ergänzende oder einmalige Behandlung bei Tieren mit verschiedenen Stadien der Krankheit verabreicht. Bei allen wurde das gleiche Verabreichungsprotokoll des Beifußes befolgt. Das übliche Protokoll der Analysen umfasste Blutbild, Biochemie und Elektrophorese. Die Diagnose wird durch IFI-Serologie, ELISA oder beides verifiziert. In einigen Fällen wurde eine ultraschallgeführte Milzpunktion durchgeführt, um eine quantitative PCR durchzuführen. Nach Beginn des Therapieprotokolls wurde das Tier nach einem und drei Monaten nachverfolgt.

In ihrer Studie wurden 4 Fälle einer Behandlung mit Artemisia unterzogen, die wie folgt ausfielen:

Fall 1 , Rüde, Mischling, 3,9 Kilo, 7 Jahre alt. Laboruntersuchungen bestätigen die Existenz von Leishmanien. Behandlung mit Domperidon (0,5 mg/kg/24 h für 28 Tage) und Artemisia. Nach 3 Monaten klinische Besserung, leider ließen sich die Laborergebnisse nicht voll vergleichen, da vor Beginn der Behandlung die Probe eine Hämolyse hatte. Aber z.B. der Leberwert ALT/GPT (Alanin-Aminotransferase) betrug zu Beginn der Behandlung 168 UI/L, ein Wert über den Referenzwerten, und betrug nach 3 Monaten nur noch 89,6 UI/L.

Fall 2 , Hündin, Barsoi, 27 kg. Bei ihr wurde die Leishmaniose drei Jahre zuvor diagnostiziert und verschiedene Behandlungen angewendet (Allopurinol und Miltefosin; zweimal Autovacuna; Glucantime), mit zufriedenstellenden analytischen Reaktion und klinischer Besserung, die jedoch nicht nachhaltig waren, da der Patient ständige Rückfälle erlitt. Daher wurde das Artemisia-Protokoll eingeführt und es gab keine Rückfälle mehr. Die Analysen aus Blutbild, Biochemie, Elektrophorese und PCR durch Nadelaspiration der Milz, zeigten Erfolg. Zu beachten hier die PCR: Molekularbiologie 2/2015: 52.954  Parasiten/ml Punktion. Molekularbiologie 2/2016 nach Artemisia 3 Monate: < 12 Parasiten/ml.

Fall 3 , Teckel, 4 Jahre, nach vollständigen Analyse-Tests incl. Probe zur Bestätigung der Existenz des Erregers, Artemisia annua als Monodosis gemäß dem Protokoll. Nach einem Monat Behandlung war eine klinische und analytische Besserung erkennbar.

Fall 4 , Rüde, 4 Jahre, Mischling, nach vollständigen analytischen Tests incl. vollständiger Analysen und positiver Probe zur Bestätigung der Existenz von Leishmanien. In diesem Fall wurde Artemisia als Monotherapie. Nach mehrmonatiger Behandlung verlief die Entwicklung von Abu sowohl klinisch als auch analytisch sehr gut.

Anwendungsprotokoll Dra. Tejada
Die Dosierung betrug in allen Fällen  1 g / 10 kg Urtinktur oder trockenes Blattpulver zweimal täglich außerhalb des Mahlzeitenplans in Abfolgen von 9 Tagen, gefolgt von 7 Tagen Ruhe-Intervall. Dieser Vorgang wird ohne Unterbrechung wiederholt.

 

Anwendung bei unseren Hunden?
Ob diese Studie anhand von nur 4 Fällen einen nun überzeugt oder nicht, muss jeder selbst für sich entscheiden.

Aber als zusätzliches Mittel, oder zur Unterstützung in Fällen bei denen die Leishmaniose noch nicht ausgebrochen ist, als Nachbehandlung, als Prophylaxe, oder auch in Fällen, die bereits sozusagen aus-therapiert sind, kann es sicher nicht schaden, es zu probieren. Ziel der Studie war ja, eine ergänzende Behandlung zu zeigen, einfach in der Anwendung, mit guter Akzeptanz beim Patienten und dem Fehlen von Nebenwirkungen.

In Spanien gelten die Dosierungs- und Intervallvorgaben von Dra. Tejada nun als Regel, die bei einem Einsatz befolgt werden. Die Anwendung hier erfolgt inzwischen eben auch häufig bei bereits bestehender Nierenproblematik.

Dosierung
Kapseln:
Artemisia annua bekommt man zumeist in Kapselform (z.B. Lupovet) mit einem Inhalt von 135, 400 und 450 mg Pulver, welches zumeist eine Konzentration von 30:1 aufweist.

Bedeutet, dass in diesen Kapseln eine 30 fach höhere Konzentration vorliegt, als in der Ursubstanz.
So rechnet man z.B.
150 mg * 30 =  4.5 Gramm der Ursubstanz , Menge für Hund von 45 KG
400 mg * 30 =  12 Gramm der Ursubstanz , Menge für Hund von 120 kg

Daraus folgt, dass wir von diesem Pulver nur 3,34 mg/ kg  (400/120 oder 150/45)  zweimal täglich für unseren Hund brauchen.
Hierzu muss man dann leider die Kapseln öffnen, und mit einer Waage (Taschenwaagen die als kleinste Einheit 0,01 g ausgeben) dann 3,34 mg /kg abmessen. 

Original Rohstoff:
Einfacher geht es , wenn man Pulver aus reinem Rohstoff nimmt, welcher nicht konzentriert ist, z.B. von www.teemana.com. Hier bleibt es bei der Ausgangsdosierung von 1 g/10 kg   bzw.  100 mg/1 kg KGW.

Beachte:
für beide Möglichkeiten gilt: zweimal täglich außerhalb des Mahlzeitenplans in Abfolgen von 9 Tagen, gefolgt von 7 Tagen Ruhe-Intervall. Dieser Vorgang (9-7-9-7-9 usw.) wird ohne Unterbrechung wiederholt.

Fragen hierzu werden gern beantwortet.

 


Quellen:
[1] R. Tejada R. Artemisia annua contra la leishmaniosis canina: cuatro casos clínicos. Revista de Fitoterapia 2016; 16 (2): 123-129. Originalarbeit veröffentlicht im Journal der Spanischen Gesellschaft für Phytotherapie (SEFit) – Website: www.sefit.es/

Bildnachweis:
Artemisia annua, Kristian Peters — Fabelfroh 11:40, 16 September 2007 (UTC) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)]

 

34 Kommentare

  1. Ich gebe den Original-Rohstoff täglich durchgängig seit ca. 1 Jahr einmal täglich im Futter 1g/10kg gemäß der Empfehlung vom Hersteller…

    1. Und, gute Erfahrung damit gemacht? Bitte immer die Pausenzeiten 9-7-9-7 einhalten, damit die Aktivierung der Th1-Immunantwort immer neu gestartet wird und sich nicht erschöpft. Welches Präparat gibst Du? LG Angelika

  2. Danke für die Zusammenfassung der span. Untersuchung !
    Weiß jemand der Mitlesenden in welcher Menge Artemisia annua im Produkt Artemis von PerNaturam enthalten ist ?
    Wir haben das bei Bekanntwerden der LM unseres Hundes (sehr akut) für einen Monat auf vielfache Empfehlung hin gegeben, ohne damals messbare/sichtbare Ergebnisse, was aber sicherlich auch der Schwere des Schubes geschuldet gewesen ist.
    Ich würde das gern nochmal versuchen, falls die Dosierung passt.
    LG

    1. Nein, leider gibt PerNaturam dazu keine Angaben. Außerdem gefällt mir die Zusammensetzung nicht, da eben auch Alkohol verwendet wird. Für Hunde gibt es auch ein Produkt LupArt von Lupovet.
      LG Angelika

    1. leider bis jetzt keines gefunden. Wesentlich günstiger ist eben Artemisia konzentriert in Kapseln, für Hunde auch z.B. von Lupovet.

      1. Hallo Frau Henning,
        noch eine kurze Frage. Außerhalb des Futterplans, was genau bedeutet das und mit was kann ich es füttern?

        Beste Grüße

      2. Außerhalb des Futterplans bedeutet einen Abstand von ca. 1-2 Stunden zu den regulären Mahlzeiten. Das deshalb, damit das Eisen im Futter nicht durch das Artemisia gebunden wird und dem Körper weiter zur Verfügung steht. Aber natürlich muss man das Artemisia mit irgendetwas geben, damit die Hunde es nehmen. Z.B. mit etwas Leberwurst, Joghurt, Kokosnussöl etc. LG Angelika

  3. Super, danke!
    Habe es auch intuitiv mind. 2 Stunden Abstand zum Essen gegeben.
    Ich habe die Kapseln von vita world 400. Mein Hund wiegt 14,4kg und ich rechne 3,34mg x 14,4= 48,10mg richtig?

    Liebe Grüße aus Hamburg

  4. Hallo.
    Ich habe auch die Kapseln von vitaworld und mein Hund wiegt 7 kg.
    Das wären dann 7 x 3,34=23,38mg
    Meine Waage zeigt 0,01g an und das wären ja dann 0,02338g kann ich da bedenkenlos aufgerundet 0,03g zweimal am Tag geben oder lieber auf 0,02g abrunden?

  5. Hallo Frau Henning, ich verabreichte meiner Hündin (6kg) 2 Pastilles des Präparates Uwemba, eine Pastille wiegt 500mg und ist eine Mischung verschiedener Pflanzen inkl. Artemisia annua. Begonnen habe ich die Therapie vor 3 Tagen. Wieviel mg die Artemisia annua darin ausmachen ist mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Desweiteren erhält sie noch vier Vitalpilze (Nahrungsergänzung) und das Allpurinol 2x 50mg täglich. Würden Sie mir bei der Pflanzen Mischung Uwemba auch die oben erwähnte Abfolge 9/7/9/7….. empfehlen? Der Hersteller hat 2 Pastilles täglich empfohlen. Von einem Ruhe-Intervall hat er nichts erwähnt. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

    1. Da weiß ich leider nicht viel zu zu sagen, denn der Hersteller gibt ja keinerlei Angaben zur mengenmäßigen Zusammensetzung der verschiedenen Inhaltsstoffe. Bedauerlich und für mich eigentlich immer ein NO GO. Außerdem scheint die Zusammensetzung auch der Mineralien wie z.B. Zink darin ja eher Anhand vom Tagesbedarf für den Menschen berechnet. Ich weiß daher nicht, ob man das Uwemba für Hunde empfehlen soll. Generell gilt, dass bei Präparaten, die das Immunsystem beeinflussen oder stärken sollen, dass eine durchgehende Gabe eher kontraproduktiv, aber zumindest unwirksam ist, und man sie also eher kurmäßig geben soll.
      Bei den Vitalpilzen setzen die meisten Heilpraktiter 3 verschiedene bei LM ein. Für einen davon gibt es durchaus bestätigende in vitro Studien.
      LG Angelika

  6. Liebe Angelika Henning,
    ich bin völlig verwirrt und verstehe gar nichts mehr…
    Gemäss Deiner Beschreibung hier oben, müsste ich zweimal täglich 90mg geben. (mein Hund wiegt 27kg)
    Jetzt lese ich aber bei „Estratto di Artemisia annua 400mg Kapseln Vita World“, dass 1 Kapsel circa 16,7 mg di artemisina enthält…also müsste ich doch dann zweimal täglich 5 Kapseln geben (?)
    Bei Lupovet hingegen machen die folgendes Berechnungsbeispiel:
    bei ca. 30 kg Gewicht 1400 mg x 0,97 = 1358 mg/Tag, verteilt auf 3 gleiche Dosierungen/Tag. Somit gibt man 3 x alle 8 Stunden 1 Tablette à 450 mg.
    Hilfe bitte liebe Angelika! Ich verstehe überhaupt nichts mehr 🙁

    1. Liebe Katharina,
      selbstverständlich wird Artemisia für viele Dinge eingesetzt, und jeweils hat es verschiedene Dosierungen, die z.B. in der Tumorbehandlung wesentlich höher sind. Lupovet hatte ich bereits angeschrieben bzgl. der Inhaltsstoffe Ihres Produktes, um dann auch die Empfehlung der Dosierung zu besprechen. Sie haben mich noch etwas vertröstet, da das Produkt wohl gerade überprüft wird. Aber dann werde ich die Dosierung mit Ihnen diskutieren.
      Nichts desto trotz ist die in diesem Beitrag angegebene Dosierung eine Dosierung, die in den Fallstudien von Dra. Tejada verwendet wird, die im Moment unter spanischen Tierärzten als Regel gilt. Daher habe ich sie hier vorgestellt, denn es ist bis jetzt die einzige veröffentlichte in vivo Studie an Hunden. Nach meinen Recherchen gibt es zu der Dosierungsempfehlung diverser Hersteller keine Quellen, die diese Dosierungen bei LM belegt.
      Nun aber zu Vita World, wo hast Du diesen Satz her: „Estratto di Artemisia annua 400mg Kapseln Vita World“. Bitte Webseite angeben oder Foto übersenden. Sonst kann ich das nicht überprüfen, denn die Angabe bei den 400mg Kapseln heißt Konzentration 30:1, was bedeutet, dass in einer Kapsel 12 Gramm der Ursubstanz Artemisia annua steckt, und so beantwortet es der Hersteller auch auf der span. Amazon-Seite auf Anfrage.
      LG Angelika

      1. Liebe Angelika Henning,
        vielen Dank für die superschnelle Antwort!!
        „Estratto di Artemisia annua 400mg Kapseln Vita World“ ist das Produkt, was ich hier in Italien bei Amazon gefunden habe und bestellen will. Dort antwortet der Verkäufer (Naturheilpraxisbedarf) auf die Anfrage der Zusammensetzung: „81% Estratto di Artemisia annua 30: 1, agente di rivestimento: idrossipropilmetilcellulosa (involucro di capsule vegetali). 1 Kapsel enthält circa 16,7 mg di artemisina. „… (leider weiss ich nicht, wie ich dir das Foto schicken kann 🙁 )
        LG Katharina
        L

      2. Aha, das ist der Irrtum. Auch ich muss lernen, mich ganz genau auszudrücken. Die verschiedenen Artemisia Sorten, jeweils in verschiedenen Anbaugebieten und Verarbeitungen, enthalten durchaus unterschiedliche Mengen an Artemisin, daher sollte eben nur bestes Artemisia verwendet werden. Die Angabe von Vita World beschreibt also die Qualität seines Produktes, welche gut ist. Die Dosierung des Pulvers bleibt somit bei 3,34 mg/kg zweimal täglich über 9-7-9-7-9 …
        LG Angelika

  7. Perfekt! Also bleibt es bei 27kg Hundegewicht , bei zweimal täglich 90mg, richtig?
    Wie immer…vielen vielen lieben Dank Angelika! 🙂
    LG Katharina

  8. Liebe Angelika Henning,
    ich würde gerne meinem kleinen das Artemisia geben. Die Kapseln von Vita World scheint es nicht mehr zu geben, ich finde sie jedenfalls nicht mehr. Ich habe jetzt dies hier gefunden Artemisia Annua intense 400 (www.gesundshop24.de) oder Uwemba -Pastilles(www.bodfeld-apotheke.de)gefunden. Ich bin jetzt was unsicher was die Dosierung angeht. Mein kleiner Tobi wiegt 5 kg! Wie viel bräuchte er dann am Tag??? Und was bedeutet 9-7-9-7-9. Ich verstehe überhaupt nichts mehr bin ein wenig überfordert mit dem ganzen.

    1. Liebe Alexandra,
      die Kapseln von gesundshop24 haben eine Konzentration von 33:1, bei 5 kg bekäme er daher 5* 3,08 mg = 16 mg zweimal täglich, 9 Tage lang, dann 7 Tage Pause, dann wieder 9 Tage lang, dann wieder 7 Tage Pause usw. Bei den Umweba Pastillen kann ich nichts zu sagen, es ist ein Mischprodukt, die genaue Angabe im Mengenverhältnis fehlt.
      LG Angelika

  9. Hallo,ich habe mir Beifuss gemahlen naturbelassen u. rein von tiergewürze Neumann schicken lassen
    weil mein Hund Drako 44kg Leishmaniose und Ehrlichiose hat. Auf der Verpackung steht Hunde über15kg, 1g. Täglich.
    Ich würde aber lieber nach der Studie behandeln
    In der Dosierung. Liege ich damit richtig?
    LG Josef Raser

    1. Die Angaben des Herstellers sind ja allgemeiner Art, sicherlich nicht auf die Behandlung der LM zugeschnitten. Es wird sich um die Ursubstanz handeln bei „gemahlen“. Dann ist die Dosierung 1 Gramm per 10 kg, zweimal täglich, wie oben beschrieben. Also bei Deinem Hund 4,4 Gramm zweimal täglich, Intervall 9-7-9-7- etc.
      LG Angelika

  10. Hallo, ich wollte gerne für meinen 18kg Hund den Original Rohstoff bestellen, Bei Themana (dem Link) wird angegeben das der Artemisinin Gehalt , einen etwa 20fach höher ist, als die der durchschnittlichen Wildform.

    Ist ei Unterschied zwischen Beifußkraut, gemahlen und dem Artemisia annua anamed (A-3) gemahlen?

    1. Es gibt je nach Anbaugebiet und Pflanzenherkunft wohl verschiedene Artemisingehalte. Da wir das aber nicht nachprüfen können, gilt weiter die normale oben angegebene Dosierung für die Ursubstanz.

  11. Hallo Frau Henning,

    folgende Email habe ich gerade von Amazon erhalten :

    „Sie hatten diese(n) Artikel gekauft:

    ————————————————————————–
    Vita World Artemisia annua Extrakt 30:1 400mg 100 Vegi Kapseln Apotheken Herstellung
    ————————————————————————–

    Wir wurden informiert, dass bezüglich des Konsums Sicherheitsbedenken aufgrund des folgenden Risikos bestehen: Gesundheitsgefährdung aufgrund möglicher unerlaubter neuartiger Lebensmittel-Inhaltsstoffe.

    Bitte konsumieren Sie die betroffenen Artikel nicht mehr und entsorgen Sie diese. Sollten Sie den oder die Artikel weitergegeben haben, bitten wir Sie, den Empfänger entsprechend zu informieren.“

    Beste Grüße

    1. Es konnte bereits geklärt werden, dass Amazon die Formulierung der E-Mails wohl etwas missverständlich hat ausgefallen lassen.
      Naturheilpraxisbedarf schreibt dazu: “ … Als sogenanntes Novel-Food werden v.a. Pflanzenstoffe kategorisiert, die vor 1997 nicht in nennenswertem Umfang in der EU konsumiert wurden. Es spielt dabei keine Rolle, ob diese Pflanzenstoffe schon seit Jahrhunderten in anderen Ländern verzehrt werden. Es geht nur um die EU. Diese Novel-Food Produkte sollen autorisiert werden. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um ein Gesetzt, sondern um eine Richtlinie, die von den verschiedenen EU Ländern unterschiedlich ausgelegt wird. …. Amazon Frankreich ruft diese Produkte gerade zurück, während Amazon Deutschland weiterhin Artemisia Annua Produkte von anderen Herstellern verkauft werden. … Wir bedauern, dass es zu dieser Unsicherheit gekommen ist, … nochmals bestätigen, dass keine gesundheitlichen Risiken von unserem Artemisia Produkt ausgehen. …“
      Scheint, als dass irgendetwas nicht deklariert wurde, was bei Produkten für den menschlichen Verzehr wohl hätte sein müssen. Aber das Geld kann man sich dennoch erstatten lassen, wenn man möchte.

      1. Vielen Dank für die rasche Antwort.
        Nun frage ich mich jedoch, ob etwas in den Kapseln nicht deklariert wurde, was nicht gut für unsere Hunde ist?!

        Beste Grüße

      2. hier noch eine deutlichere Stellungnahme eines anderen Verkaüfers: „Die zuständige Verbraucherschutzbehörde bewertet das Produkt Artemisia Annua als „neuartige Lebensmittelzutat“ i.S.d. Novel-Food-Verordnung (EU 2015/2283). Grundsätzlich werden Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten, die vor dem 15.05.1997 nicht im nennenswerten Umfang in der Europäischen Union für den menschlichen Verzehr verwendet wurden als „Novel Food“ eingestuft. Für den Vertrieb als Lebensmittel oder Lebensmittelzutat wäre bei derartigen Produkten eine Zulassung durch die zuständige europäische Lebensmittelbehörde notwendig.“

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